VUSR fordert Transparenz über Finanzierung des Deutschen Reisesicherungsfonds nach FTI-Insolvenz

Linnhoff: Geschäftsbericht und Finanzierungsplan sollten nach FTI-Insolvenz offengelegt werden Der Bundesverband der Reisebüros VUSR sieht nach der Insolvenz von FTI und der ersten Phase der Bewält
Linnhoff: Geschäftsbericht und Finanzierungsplan sollten nach FTI-Insolvenz offengelegt werden
Der Bundesverband der Reisebüros VUSR sieht nach der Insolvenz von FTI und der ersten Phase der Bewältigung die dringende Notwendigkeit, Transparenz über die aktuelle Finanzierung des Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) zu schaffen. Der DRSF sei jetzt in der Pflicht, seinen aktuellen Status zu offenbaren, damit sich sowohl die Branche als auch die Politik ein umfassendes Bild über eventuell notwendige Anpassungen machen können. Nach Informationen des VUSR seien die gesetzlich festgelegten Geschäftsberichte für die vergangenen beiden Jahre noch nicht zugänglich. Vor dem Hintergrund der FTI-Insolvenz, der den Fonds stark belasten dürfte, sei es aber notwendig hier zeitnah für einen belastbaren Überblick zu sorgen.
Laut § 20 des Reisesicherungsfondsgesetz (RSG) sei der DRSF verpflichtet, der Aufsichtsbehörde spätestens zum 30. März eines jeden Jahres einen Geschäftsbericht für das vorangegangene Kalenderjahr sowie einen Finanzierungsplan für das laufende Kalenderjahr und den Zeitraum bis zur Vorlage des nächsten Finanzierungsplans vorzulegen. Diese Berichte sollen Angaben zur Tätigkeit des Reisesicherungsfonds, zur Entwicklung des Vermögens und zur Berechnung des Zielkapitals enthalten. Da der DRSF als GmbH firmiert und das Bundesministerium der Justiz (BMJ) die Aufsichtsbehörde ist, müsste die Bilanz im Bundesanzeiger bzw. bei der Aufsichtsbehörde vorliegen. Weder für das Jahr 2022, dessen Abschluss am 31.03.2023 fällig war, noch für das Jahr 2023, dessen Abschluss am 31.03.2024 fällig war, sei dies dem Vernehmen nach bisher geschehen.
„Für das Vertrauen der Branche ist es sehr wichtig, zu wissen, wie der DRSF aufgestellt ist und wie er wirtschaftet. Insbesondere die Kosten, die die FTI-Insolvenz den Einzahlern verursachen wird, sind von großem Interesse,“ erklärt Marija Linnhoff, Vorsitzende des VUSR. „Deshalb müssen Aufsichtsbehörde und Fonds für Transparenz sorgen und die notwendigen Berichte zeitnah zur Verfügung stellen. Sollten die Berichte bei der Behörde vorliegen, wäre nicht nur deren Veröffentlichung aufschlussreich, sondern es wäre auch wichtig, ein Statusupdate für die Zeit nach der FTI-Insolvenz zu bekommen und nicht bis zum Ende der nächsten Berichtsperiode zu warten.“
Die Offenlegung dieser Informationen sei entscheidend, um Vertrauen zu schaffen und sicherzustellen, dass alle Akteure der Branche über die finanziellen Grundlagen und Entwicklungen des DRSF informiert sind. Eine transparente Kommunikation seitens des DRSF und der Aufsichtsbehörde sei unerlässlich, um Vertrauen in die Stabilität und die wirtschaftliche Verantwortung des Fonds zu gewährleisten, so Verbandschefin Linnhoff.
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