FTI-Insolvenz: Appell an alle Reisebüros, Reiseberater mit Inkassorecht
Die Insolvenz der FTI Group hat Tausende von Reisenden in eine ungewisse finanzielle Lage hinsichtlich der gezahlten Gelder für die geplante Urlaubsreise gebracht. Viele warten weiterhin auf die Rückerstattung ihrer Kundengelder, doch die Abwicklung stockt. Ein Grund dafür betrifft die Reisebüros mit Inkassorecht, die Gelder nicht an den Insolvenzverwalter weitergeleitet haben oder bislang weder mit ihm noch mit dem Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) in Kontakt getreten sind.
Marija Linnhoff, die 1. Vorsitzende des VUSR, sagt: „Es kann nicht sein, dass Kundengelder einbehalten werden, anstatt sie ordnungsgemäß weiterzuleiten. Dies erschwert nicht nur die Abwicklung, sondern belastet auch die Betroffenen, die auf ihre Rückzahlungen angewiesen sind.“
Die Forderung ist eindeutig: Reisebüros mit Inkassorecht müssen umgehend Kontakt mit dem DRSF und/oder dem Insolvenzverwalter aufnehmen. Es muss offengelegt werden, welche Gelder sich noch im Besitz dieser Reisebüros befinden. Kundengelder sind unverzüglich weiterzuleiten, um den betroffenen Reisenden eine schnelle Auszahlung zu ermöglichen.
Schaden für die gesamte Branche – Die Pauschalreise steht auf dem Spiel
Die aktuelle Situation verärgert nicht nur die einzelnen Kunden, sondern den gesamten Reisevertrieb. Die Pauschalreise als Goldstandard des Reisens steht unter Druck! Sie garantiert Sicherheit, Qualität und Verlässlichkeit – doch durch Verzögerungen und das Verhalten einiger Reisebüros, unterstützt durch bestimmte Kooperationen (was hier ausdrücklich betont werden muss), wird dieses bewährte Modell nachhaltig geschädigt.
Marija Linnhoff betont: „Wenn wir das Vertrauen der Kunden verlieren, weil Gelder nicht zurückgezahlt werden, wird es extrem schwer, dieses Vertrauen zurückzugewinnen. Reisebüros müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein und entsprechend handeln. Vom strafrechtlichen Ansatz will ich hier gar nicht erst anfangen – aber jeder sollte sich im Klaren darüber sein, dass ein solches Vorgehen Konsequenzen haben kann.“
Die gesamte Branche steht vor der Herausforderung, das Produkt Pauschalreise zu schützen und das Vertrauen der Verbraucher nicht weiter zu beschädigen. Jetzt ist der Moment zum Handeln!
Marija Linnhoff appelliert mit Nachdruck: „Wir fordern alle betroffenen Reisebüros auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Jeder Tag der Verzögerung bedeutet weiteren Ärger für die Kunden und zusätzlichen Schaden für die Branche.“
Der DRSF bleibt weiterhin in der Pflicht
Es ist wichtig zu betonen, dass dieses Problem nicht alle offenen Fälle betrifft. Viele Rückzahlungen verzögern sich auch aus anderen Gründen – die Verantwortung liegt hier nicht allein bei den Reisebüros mit Inkassorecht. Der DRSF muss sich unabhängig von dieser Problematik sputen und endlich seiner Pflicht nachkommen, die Rückzahlungen an die betroffenen Reisenden zügig abzuwickeln. Auch hier erwarten wir mehr Transparenz und eine klare Kommunikation über den Fortschritt der Rückerstattungen.
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